VERTICAL FARMING 2017-10-11T16:21:56+00:00

WAS IST VERTICAL FARMING?

Vertical Farming oder Vertikale Landwirtschaft ermöglicht eine tragfähige landwirtschaftliche Produktion im Ballungsgebiet der Städte in Gebäuden. Vertical Farming ist somit eine Form der urbanen Landwirtschaft.

Erkenntnisse werden eingesetzt, um nachhaltige Landwirtschaft und die Massenproduktion pflanzlicher Erzeugnisse innerhalb von Gebäuden zu ermöglichen. Weil wir Pflanzen stapeln können, bauen wir die Farm in die Vertikale. Jeder Quadratmeter Bodenfläche der vertikalen Farm produziert ca. gleich viel wie 50 Quadratmeter an landwirtschaftlicher Fläche, wenn sie konventionell genutzt würde. Mit einer vertikalen Farm können wir 95% Wasser sparen weil wir es recyclen. Weil wir indoor produzieren benötigen wir praktisch keine Herbizide und Pestizide. Vertical Farming ermöglicht einen ganzjährigen Anbau von Lebensmitteln, adaptierbar für unterschiedliche Nutzpflanzen. Alle Funktionen in und um die Vertikale Farm fokussieren dabei primär auf optimales Pflanzenwachstum unter maximaler Nutzung natürlicher Ressourcen wie beispielsweise dem Sonnenlicht. Deshalb ist eine vertikale Farm in der Produktion nicht mehr abhängig vom Verbrauch fossiler Rohstoffe.

Das Gebäude ist das zentrale Element der Stadt und somit des urbanen Ökosystems. Daher ist es besonders wichtig, dass sich jedes Bauwerk in die soziale, architektonische und wirtschaftliche Umgebung der Stadt eingebettet. Heute konzipieren wir vertikale Farmen als multifunktionale Gebäude, die den Bewohner_innen der Städte Lebensraum und Erholungsgebiet, Arbeitsplatz und Treffpunkt, Markt- und Essplatz sind sowie nicht zuletzt Lebensmittelproduktion ermöglichen – und zwar dort wo sie leben. Lebensmittelproduktion ist  wieder Teil urbanen Alltags.

EINE VERTIKALE FARM…

  • …reduziert drastisch landwirtschaftlichen Flächenverbrauch.

  • …spart bis zu 95% Wasser.

  • …ermöglicht Anbau unabhängig von Wetter & Jahreszeit.

  • …liefert gleich gute Qualität bei jeder Ernte.

  • …bringt maximale Frische für die Stadt.

  • …spart den Transport zum Verbraucher.

  • …bindet CO2 und schont das Klima.

  • …macht Landwirtschaft wieder zum urbanen Alltag.

GLOBALE HERAUSFORDERUNG

Die Menschheit wächst

Ein omnivorer (alles-essender) Mensch beansprucht im Schnitt 2.300 m2 Anbaufläche, um sich zu ernähren. Österreich importiert heute mehr als die Hälfte der konsumierten Lebensmittel aus anderen Ländern. Vor allem die asiatische und afrikanische Bevölkerung wächst stark. In den kommenden Jahrzehnten wird eines wichtig sein: Die Ernährung der stark wachsenden Weltbevölkerung zu sichern. Wie versorgen wir neun Milliarden Menschen im Jahr 2050?

Ressourcen werden knapp

Die grundlegenden Ressourcen für Pflanzenwachstum sind Licht, Wasser und Nährstoffe. Mangels Niederschlägen wird heute oft Grundwasser oder Wasser aus Seen und Flüssen abgeleitet, was zum Absenken des Grundwasserspiegels und dem Austrocknen natürlicher Gewässer führt. Durch steigende Nachfrage an Bodenfläche wird heute weltweit vielerorts Regenwald brandgerodet, was erheblich zur CO2-Produktion beiträgt. Erdöl ist immer noch die zentrale Energieressource für den Lebensmittelsektor, Dünger und Transport und trägt damit erheblich zum Klimawandel bei.

Versorgungssicherheit ist bedroht

Post-Fukushima Japan hat bereits 150 Pflanzenfabriken gebaut. Denn nicht zuletzt müssen wir uns fragen, wie wir in einer stark kontaminierten Umwelt gesunde Lebensmittel produzieren können. Hagel- und Rückversicherer beklagen von Jahr zu Jahr höhere Unwetterschäden, hunderte Millionen Euro alleine in Österreich. Hagel, Sturm und Starkregen zerstören Ernten in Minuten. Wirklich leidtragende sind die produzierenden Bauern – und die Konsument_innen. Wie also können wir unsere Lebensmittel unabhängig von zunehmenden Wetterkapriolen und am besten ganzjährig produzieren?

ANBAUFLÄCHE FÜR UNSERE LEBENSMITTEL

Ein omnivorer Mensch benötigt umgerechnet etwa 2.300 m2 Landfläche für die eigene Lebensmittelproduktion.

UNSERE VISION

Wir sichern die Zukunft der Ernährung

Vertikale Farmen schonen unser Ökosystem in vielerlei Hinsicht. Durch das Ausnutzen des Raumes in der Vertikalen anstatt der Grundfläche, wird nur ein Bruchteil der Bodenfläche für die Lebensmittelproduktion benötigt, der bei konventioneller Landwirtschaft beansprucht wird. Die Gebäudehülle, neue Bewässerungssysteme und Beleuchtungsmethoden ermöglichen Lebensmittelproduktion unabhängig von der Witterung – das gesamte Jahr über. Wir denken Material und Ressourcen als Kreislaufsysteme: Abwasser wird wieder zu Gießwasser, Pflanzenreste werden über Biogas zu Heizwärme. Dies trägt in bedeutendem Maße zur Lebensmittelsicherheit von Städten bei.

Wir denken Regionalität neu

11.000 Jahre lang haben wir unsere Lebensmittel an jenen Orten produziert, an dem wir sie auch konsumierten. Wir wollen diese Praxis nun wieder herstellen. Biologische, frische, lokale Produkte werden direkt in der Stadt beim Konsumenten produziert. Was wir in einer vertikalen Farm produzieren, können wir auch dort vorziehen, weiter verarbeiten, verpacken, verkaufen und essen. Unser Bezug zu diesen im Ort produzierten und konsumierten Lebensmitteln ist endlich wieder ganzheitlich regional.  

Neue Berufsfelder entstehen

Eine vertikale Farm ist nicht nur vielfältig in ihrer Nutzung, sondern schafft neue Berufsgruppen und Jobs in allen ihrer Kernbereiche: Im Anbau, der Pflanzenversorgung und Technik, bei Ernte und Verarbeitung, sowie im Verkauf und der Gastronomie. Auch inklusive Projekte werden heute in der Praxis bereits erfolgreich geführt. Darüber hinaus sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: Öffentliche Räume können neu gedacht und für Erholung und Zusammenarbeit belebt werden, soziale Interaktionen bekommen eine neue Bedeutung und lokale wirtschaftliche Wechselbeziehungen werden entstehen.

VERTICAL FARMING UND ERNÄHRUNGSSICHERHEIT

Eine vertikale Farm erhöhte den Output pro Anbaufläche und spart wertvolle Ressourcen wie Wasser und Boden in geschlossenen Energiekreisläufen.

DIE CHANCE

Lebensmittelbranche von morgen

Eine vertikale Farm kann überall und jederzeit errichtet werden. Es gibt heute erste Beispiele für erfolgreiche vertikale Farmen in Städten (Singapur, Schweden, Niederlande, USA, Japan). In den nächsten Jahren werden diese Agrartechnologien die Lebensmittelbranche neu definieren. Der Markt für Vertical Farming wird für 2022 auf 5,8 Milliarden USD geschätzt, bei einer jährlichen Wachstumsrate von 24,8% (2016-2022), so marketsandmarkets.com.

Unsere Lösung

Wir sind spezialisiert auf die Entwicklung von Vertikalen Farmen mit transparenten Fassaden zur maximalen Ausnutzung von Sonnenlicht. Statt Blackboxes setzen wir auf die Kraft der zu Verfügung stehenden Naturkräfte. Dass unsere Gebäude transparent sind, hat noch einen weiteren guten Grund: Wir wollen das Vertrauen in die industrielle Lebensmittelproduktion wieder herstellen. Menschen sehen selbst wie ihre Lebensmittel in ihrer Stadt wachsen: Transparent, regional und in hoher Qualität.

Ihre Chance

Das vertical farm institute begegnet diesen und anderen Herausforderungen mit Mut, Tatkraft und Innovation. Hier finden Sie alle unsere Angebote Schließen Sie sich uns an! Werden Sie Teil einer Bewegung, die mehr Frische in die Stadt bringt und der Lebensmittelproduktion den urbanen Raum wieder erobert. Treffen Sie uns auf unseren Veranstaltungen, diskutieren Sie mit uns auf Facebook oder bewerben Sie sich bei uns – werden auch Sie Teil der Zukunft der Ernährung!

DIE ZUKUNFT HEUTE PLANEN

In den nächsten Jahren wird die Lebensmittelbranche alle anderen in den Schatten stellen. Vertical Farming kann die Lebensmittelsicherheit der Städte von morgen sichern.